After Work Spaziergang durch unsere Streuobstwiesen

Unsere Streuobstwiesen schön-oder?

Pünktlich zum Beginn des Spaziergangs durch die Streuobstwiesen hörte der tagelange Dauerregen auf und Gemeinderätin Barbara Malburg-Graf begrüßte die Referentinnen vom Nabu Susanne Enchelmayer-Kieser und Steinkauz-Expertin Anja McGrath sowie die interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Die Infos von Anja McGrath zum Thema Steinkauz beeindruckten und klärten manche über den Nutzen der länglichen Kästen in den Bäumen auf. Der Steinkauz, der auch auf der Gemarkung von Weissach vorkommt, benötigt diese als Nisthilfen, da es an natürlichen Plätzen, wie alten Bäumen häufig fehlt. Damit war das Thema, der Zustand unserer Streuobstwiesen, schon angesprochen. Für die Ausführungen von Susanne Enchelmayer-Kieser boten verschieden Grundstücke entlang des Fahrradwegs am Brüdenbach reichlich Anschauungsmaterial. Dort sieht man sehr gepflegte Wiesen, d.h. die Wiesen sind gemäht, die Bäume sind geschnitten, alte und junge Bäume verschiedener Sorten sind gepflanzt und vor allem, die schädlichen Misteln wurden entfernt. Gemeinderat Reinhard-Knüdeler ergänzte die Ausführungen aus seiner Erfahrung mit den eigenen Wiesen.  Leider sind auch Grundstücke zu sehen, die dem Ökosystem Streuobstwiese eher schaden. Hier wuchern Brombeeren und Misteln, Bäume wurden gefällt, ohne diese zu ersetzen, was zu einer Verbuschung der Grundstücke beiträgt.

Als Highlight ging es dann auf die Streuobstwiese von OGL Mitglied Daniel Krautter, der in den letzten Jahren ein echtes Schmuckstück geschaffen hat. Fachkundig erzählte er vom harten Weg, ein vernachlässigtes Grundstück wieder herzurichten, neue Bäume zu pflanzen, die vorhandenen zu pflegen und die vielen Äpfel zu ernten und zu verwerten.

Beim anschließenden Zusammensein mit Leckereien aus den Küchen fleißiger OGL  Mitglieder war man sich einig, dass die Kulturlandschaft die Aufmerksamkeit und Unterstützung vieler Akteure bedarf und dass es sich lohnt sich dafür einzusetzen.